Vorkommen und Lagerung von Erdgas


Einige Regionen auf der Erde sind klar im Vorteil bei der Verteilung der Erdgasquellen.

Die weltweit größten Erdgasvorkommen liegen in Westsibirien. An nächster Stelle ist Russland und der Nahe Osten sowie der arabische Golf zu nennen. Dann folgen Nordamerika mit den USA, der Ferne Osten (hier besonders China), Afrika (Algerien und Nigeria). In Westeuropa befinden sich die größten Erdgasquellen in Norwegen (Troll-Feld) und in den Niederlanden. In Deutschland liegen die größten Vorkommen in der Norddeutschen Tiefebene zwischen Elbe und Ems.

Die für Deutschland wichtigsten Energielieferanten sind Russland (32%), Norwegen (26%) und die Niederlande (19%). Rund ein Fünftel des Erdgas-Bedarfs wird in Deutschland selber gefördert.

Experten schätzen, dass sich das größte Erdgasvorkommen in etwa 2000-3000 Metern Tiefe vor der nordamerikanischen Ostküste befindet. Hierbei handelt es sich um ein so genanntes Gashydrat, einer physikalischen Verbindung aus Wasser und Gas. Dieses Gashydrat soll als fester, schneeartiger Teppich auf dem Boden des Atlantiks liegen. Es wurden unter erschwerten Bedingungen bereits Proben entnommen. Allerdings sind sich die Forscher noch nicht darüber im Klaren, wie sie das Gashydrat befördern können, ohne in das ökologische System des Meeresbodens einzugreifen. Da es zur Zeit eine Vielzahl von neu entdeckten Gasvorkommen gibt, die wesentlich leichter zu befördern sind, besteht kein Druck, diese Vorkommen im Meer zu erschließen.

Wie lange die jetzigen Erdgasvorräte noch reichen, lässt sich schwer schätzen. Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab, da es noch unentdeckte Erdgasvorkommen gibt. Außerdem hängen die Schätzungen vom Welt-Verbrauch ab, der sich schwer schätzen lässt. Wissenschaftler schätzen aber, dass die Erdgasvorkommnisse noch etwa 160 Jahre reichen werden, inklusive aller bis dahin bekannten Reserven.

Um das Gas zu lagern, werden Untergrundspeicher verwendet. Hierbei handelt es sich um so genannte Poren- oder Kavernenspeicher. Die Porenspeicher sind natürliche Lagerstätten, in den Poren von unterirdischen Kalk- und Sandsteinschichten sammelte sich schon vor Millionen Jahren Erdgas, welches bereits befördert wurde. An der Oberseite dichtet eine Gesteinsschicht den Speicher ab, so dass kein Gas ausströmen kann. Das Erdgas in den Porenspeicher dient hauptsächlich zur Abdeckung von saisonalen Bedarfsschwankungen, wenn zum Beispiel in einem besonders kalten Winter mehr Gas benötigt wird.

Die Kavernenspeicher sind künstlich erzeugte Hohlräume in Salzstöcken, die durch die Bohrung und Gewinnung von Salz-Wasser-Sole entstehen. Diese Salzstöcke liegen  hunderte von Metern unter der Erdoberfläche. Die Kavernenspeicher stehen zum Ausgleich bei kurzfristigen Importstörungen zur Verfügung.

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